Haimerl

Praxis für Gesunde

Barfußlaufen ist das natürliche Doping der Füße!

Es braucht manchmal außergewöhnliches...

...um festgefahrene Verhaltensweisen zu verändern."

Die Geschichte der Schuhe ist auch die Geschichte der Fußdeformationen: Knick-, Senk- und Spreizfüße lassen grüßen. Ärzte raten dazu, mehr barfuß zu laufen – das hilft nicht nur gegen Fehlstellungen.

Abebe Bikila kämpfte 1960 in Rom mit einem Problem, das heute kaum noch vorstellbar ist: Vor der olympischen Marathonentscheidung stellte sich heraus, dass die Schuhe des Äthiopiers zu sehr durchgelaufen waren. Weil sich in der Ewigen Stadt kein passender Ersatz finden ließ, entschied sich Bikila, wie in seiner Heimat barfuß zu laufen. Er gewann Gold in Weltrekordzeit.

Die Mehrheit unserer Bevölkerung hat Fußdeformationen, also Knick-, Senk- oder Spreizfüße! Das hängt damit zusammen, dass wir im Unterschied zu unseren Vorfahren, die meist auf weichen Böden wie Waldwegen unterwegs waren, kaum noch barfuß laufen. Wir und natürlich auch die Ärzte empfehlen daher, auch im Industriezeitalter gelegentlich mal die Schuhe wegzulassen.

 

Fußmuskeln werden kaum trainiert

 

Evolutionsbiologisch gesehen ist es so, dass wir unseren Fuß erst seit wenigen Hundert Jahren in Schuhen vergewaltigen. Dabei würden die vielen kleinen und großen Fußmuskeln kaum noch trainiert, was zu Fehlstellungen führe. Je weniger aber Bänder, Sehnen und Muskeln belastet werden, desto eher bilden sie sich zurück. Barfußlaufen helfe, diesen Gefahren zu entkommen, und fördere auch eine gesunde Zehenstellung.

Bewegt sich der Mensch ohne Schuhe, wirkt sich die Stimulation an den Fußsohlen positiv auf die inneren Organe aus. Verantwortlich dafür seien Reflexbögen und Verschaltungen im Körper.

Tastsinn durchs Schuhetragen abgestumpft

Weil der Tastsinn beim Schuhetragen über die Jahre abstumpft, ist es für die meisten Menschen ein „Aha-Erlebnis“, wenn sie wieder anfangen zu spüren.

Barfußlaufen regt die Fußreflexzonen und damit den gesamten Organismus an, zudem wird der Blutdruck reguliert. Dass auch die Abwehrkräfte und das Herz-Kreislauf-System davon profitieren, wusste schon der Gesundheitspfarrer Sebastian Kneipp.

Wer allerdings lange nicht mehr barfuß gelaufen ist, sollte damit langsam beginnen. Sonst könnte es zu Überlastungssymptomen kommen. Es hilft auch schon, mal in Socken (mit Reis oder Bohnen gefüllt) durch die Wohnung zu gehen. Der Effekt des Barfußlaufens ist aber begrenzt, wenn die Ursache für Fehlstellungen deformierte Knochen sind.

Bei bestimmten Krankheiten ist Vorsicht geboten. Diabetes und Polyneuropathie, ein Begriff für Erkrankungen, die oft mit Missempfindungen in den Zehen beginnen und damit den Schutz vor Überbelastungen reduzieren.

Bei Diabetikern ist häufig das Schmerzempfinden gestört. Wenn sie Verletzungen an den Füßen nicht gleich bemerken, könnte es zu Infektionen kommen.

Positive Erfahrungen haben wir mit Fünf-Finger-Schuhen gemacht, die eine leichte, flexible Sohle haben, jeden Zeh einzeln umschließen und damit dem Barfußlaufen nahekommen. „Man fühlt sich damit anfangs wohler. Und sie können einen positiven Effekt auf den ganzen Körper haben“.

Wegen ihrer Beweglichkeit sind sie bei Arthrose oder bestimmten Fehlstellungen problematisch. Dann ist es besser, wenn die Gelenke in festen Schuhen ruhig gestellt werden.

Wir sind bekannt...

...für unsere "Barfußaktionen"

 

...vielleicht auch bald mit dir!